Direkt zu den Inhalten
Seitenbild der Person Jan-Gregor Kremp
  • Home
  • Termine
  • Theater
  • Film
  • Bühnensolo
  • Vita

Vita

Jan-Gregor Kremp wurde 1962 in Monheim/Rhein geboren. Als viertes von sechs Kindern wuchs er in Leverkusen auf. Seine Kindheit war geprägt von: Fußball, Messdienerdienst, kein Kaugummi, keine Jeans, aber dafür zwei Musikinstrumente. So oft es ging, verweigerte er sich den Hausaufgaben, was bedeutenden Einfluss auf seine schulischen Leistungen hatte. Sein Bestreben war es, mit möglichst nichts, viel zu erreichen. Der Lehrkörper drohte ihm das consilium abeundi an und der vereehrte Lehrer Baur bescheinigte ihm zuviel Phantasie für Mattmatik, jawohl Mattmatik, er sagte immer Mattmatik. Trotz alledem und unter Mitwirkung aller verfügbaren Schutzengel bestand Kremp 1981 das Abitur.

Einer geistigen Absence ist es wohl zu verdanken, dass Kremp im Sommer 1981 beim 4. Panzergrenadierbataillon 172 in Lübeck einrückte, denn schon beim Marsch durch das Kasernentor wurde ihm klar, dass er mal wieder einen Fehler gemacht hatte. Doch schon nach vier Monaten Drill, Geschrei und 14 kg Gewichtsverlust konnte Kremp seinen Wehrdienst in ein Zivildienstverhältnis umwandeln.

Nach bestandener Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Köln versuchte sich Kremp als Student für Schulmusik, mit den Hauptfächern Klavier und Trompete. Zeitgleich schrieb er Musik für eine Kabarettgruppe und schnupperte Bühnenluft, was ihm zum Verhängnis werden sollte. Mit der Schule immer noch nicht im Reinen beendete er vorzeitig sein Musikstudium, um sich von nun an der ernsten Schauspielkunst zu widmen. Der Weg sollte beschwerlich werden. Beim Versuch, einen der begehrten Plätze auf einer staatlichen Schauspielschule zu ergattern, scheiterte Kremp siebenfach. Mal wurde ihm zu wenig Tiefgang attestiert, mal empfahl man ihm Schlosser zu werden, weil das ja schließlich auch mit "Sch" anfinge. Aber Kremp bewies Durchhaltevermögen und bestand die achte Prüfung in Salzburg an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mozarteum. Dort beendete er 1989 sein Studium und wurde noch im selben Jahr an das Niedersächsische Staatstheater Hannover engagiert.

Hier begann eine Zeit, wie sie sich ein junger Schauspieler nur wünschen kann. Eingebettet in ein tolles Ensemble und ausgestattet mit dem absoluten Vertrauen des Intendanten, durfte Kremp viele große Rollen spielen, und so entstand ein Fundus, aus dem er heute noch schöpft. 1993 wechselte Kremp an das Residenztheater München, dessen Ensemblemitglied er bis 2000 blieb.
1997 gastierte Kremp in der Rolle des «Franz Moor» (Schillers "Räuber") am Burgtheater Wien.

Nach 11 Jahren in den Diensten der Kunst entschloss sich Kremp, mal wieder sein eigenes Gärtchen zu bepflanzen und ist seither zunehmend in Film- und Fernsehrollen zu sehen.

Seit 2003 lebt er als freier Schauspieler mit Frau, Sohn, Hund und zwei Meerschweinchen wieder in seiner Heimatstadt und ist Ehrenmitglied bei Bayer 04 Leverkusen.